Sneak
Review: Please Give
Jul 8th
Titel: Please Give
Deutscher Titel: Please Give
Genre: Comedy, Drama
Regie: Nicole Holofcener
Drehbuch: Nicole Holofcener
Darsteller: Rebecca Hall, Amanda Peet, Catherine Keener, Oliver Platt, Thomas Ian Nicholas
Deutschlandstart: 08.07.2010
Alex und Kate kaufen Möbel bei den Verbliebenen Verstorbener und verkaufen diese dann wieder für ein Vielfaches. Kate hat zunehmend Gewissensprobleme, spendet deshalb jede Menge Geld und versucht, sich für Alte und Bedürftige zu engagieren. Rebecca, die Enkelin der 90 jährigen Nachbarin mag die beiden nicht besonders, machen diese doch keinen Hehl daraus, was sie mit dem Appartement vorhaben, sobald die alte Frau sterben sollte. Rebeccas Schwester Mary ist das alles ziemlich egal und Abby, Alex’ und Kates Tochter versteht das Verhalten ihrer Mutter nicht und fühlt sich, typisch für einen Teenager, zu wenig beachtet.

Wirft man das alles in einen Topf könnte das durchaus Potential für einen guten Film bieten, tut es aber irgendwie nicht so richtig. Alex hat eine Affäre mit Mary, was komplett ohne Folgen bleibt und niemand erfährt, die schüchterne Rebecca findet schließlich einen Freund, Kate lernt, mit ihrem Gewissen zu leben… ein Dutzend Handlungsstränge, die angefangen und dann fallen gelassen werden. Am Anfang des Films will Abby eine Jeans für 200 Dollar und die bekommt sie auch. In der letzten Szene. Der einzige Handlungsstrang, der einen Anfang und ein Ende hat. Möglicherweise habe ich auch einfach was ganz anderes erwartet, schließlich wurde mir eine schwarz-humorige Komödie versprochen, wirklich lustig ist Please Give aber nicht. Einer der wenigen Filme, bei denen der Trailer genau das verspricht, was der Film bietet.
Ich will nicht sagen, Please Give sei ein schlechter Film, aber eine Komödie ist es ganz sicher nicht. Ein richtiges Drama auch nur stellenweise. Naja, hauptsache den Kritikern und Festivals gefällt es. :-)
6/10
Review: The Other Man (Der Andere)
Jul 2nd
Titel: The Other Man
Deutscher Titel: Der Andere
Genre: Drama
Regie: Richard Eyre
Darsteller: Liam Neeson, Antonio Banderas, Laura Linney, Romola Garai
Deutschlandstart: 01.07.2010
Peter (Liam Neeson) und die Schuhdesignerin Lisa (Laura Linney) führen eine glückliche Ehe, bis zu einem Gespräch der beiden, in dem sie vom Fremdgehen spricht und davon, dass sie – sollte sie ihn nicht mehr lieben – ohne ein Wort verschwinden würde. Zur nächsten Szene gibt es einen riesigen Sprung. Lisa ist weg und Peter durchsucht ihre Sachen, in erster Linie ihr MacBook (was sehr oft schön in Großaufnahme gezeigt wird).
Dort findet er E-Mails von einem Ralph, mit dem Lisa scheinbar früher eine Beziehung hatte. Er lässt Nachforschungen anstellen und findet Ralph schließlich in Mailand, wo er ihn in ein Gespräch verwickelt, ohne zu offenbaren, wer er ist. Sie treffen sich öfters und irgendwann schafft Peter es, Ralph über dessen angeblich große Liebe Lisa sprechen zu lassen und lernt durch Ralph eine andere Seite seiner Frau kennen.
Was für mich wie ein verzweifelter Versuch, die Frau zu finden, begann, entwickelt sich schließlich ganz anders. Eine Wendung, die ohne das doch sehr plumpe Plothole am Anfang nicht möglich gewesen wäre aber es kam für mich trotzdem überraschend und das passiert selten.
Erst im Nachhinein habe ich gesehen, dass das Drehbuch auf einer Kurzgeschichte von Bernhard Schlink beruht. Dessen Vorleser musste ich damals im Deutsch-LK lesen, was ich überhaupt nicht toll fand, weshalb ich mir die Oscar-prämierte Verfilmung gar nicht erst angetan habe. Einen Academy Award wird The Other Man bestimmt nicht abräumen und langsam habe ich genug von Dramen in der Sneak, er war aber doch ganz gut und auf jeden Fall viel besser als Neesons letztes Werk Five Minutes of Heaven. Das überraschende Ende war das Positivste an dem Film, leider war es ein bisschen zu plump inszeniert.
The Other Man bekommt von mir 3 von 5 Sternen.
Review: Moon
Jun 23rd
Titel: Moon
Deutscher Titel: Moon
Genre: Drama, Sci-Fi
Regie: Duncan Jones
Darsteller: Sam Rockwell, Kevin Spacey
Deutschlandstart: 15.07.2010
Im Regiedebüt von David Bowies ältesrem Sprößling Duncan Jones findet sich Sam Bell (Sam Rockwell) auf einer Mondstation wieder, das Energieproblem der zukünftigen Erde quasi im Alleingang lösend. In einer 3-Jahre-Mission überwacht er den Abbau des für Fusion notwendigen Helium 3 und schickt die Ernten zur Erde zurück. Die Station befindet sich auf der abgewandten Seite des Mondes und da der Kommunikations-Satellit defekt ist, kann er mit der Erde nur über aufgenommene Videos sprechen. Gespräche mit dem netten Roboter GERTY (Kevin Spacey) helfen leider auch nicht, die Einsamkeit zu bekämpfen. Er redet mit sich selbst und fängt an, Dinge zu sehen, wodurch er einen Unfall baut. Unversehrt wacht er in der Station wieder auf. Sam kommt das alles komisch vor und er macht sich auf den Weg, den verunglückten Rover zu untersuchen, obwohl GERTY ihn unbedingt in der Station behalten möchte, bis das “Rettungsteam” kommt. Er findet einen Klon von sich und versteht erst mal gar nichts. Und GERTY ist leider auch keine große Hilfe. More >
Five Minutes of Heaven
Jun 9th
Titel: Five Minutes of Heaven
Deutscher Titel: Five Minutes of Heaven
Genre: Drama
Regie: Oliver Hirschbiegel
Darsteller: Liam Neeson, James Nesbitt, Anamaria Marinca
Deutschlandstart: 17.06.2010
Nordirland, 1975. Die IRA attackiert britische Loyalisten und die UVF rächt sich an Katholiken, die für sie das Feindbild darstellen. Um sich im Dorf zu beweisen und als echter Mann zu gelten, tötet der junge Alistair den Katholiken James Griffin, Griffins Bruder – gerade 11 Jahre alt – ist Zeuge des Anschlags und muss ohnmächtig zusehen, wie sein älterer Bruder mit drei Schüssen in den Kopf im Wohnzimmer stirbt. Noch viel schlimmer als der Tod des Bruders sind für den kleinen Joe die Schuldzuweisungen der Mutter, die ihm vorwirft, nicht eingegriffen zu haben.

33 Jahre später fahren Alistair und Joe einem Treffen entgegen, bei dem sie unter den wachsamen Augen mehrerer Kameras zur Aufarbeitung ihrer Vergangenheit aufeinander treffen sollen. Alistair war 12 Jahre für den Mord im Gefängnis, ist in der Gesellschaft rehabilitiert, hat die Geschehnisse aber nie vergessen können und sieht den kleinen Joe immer wieder vor sich. Joe hingegen führt ein relativ normales Leben, hat Frau und Kinder, ein Leben, um das Alistair ihn nur beneiden kann.
Vom Zusammentreffen erwarten sich alle Partien etwas anderes, nur dass es nicht um Vergebung geht, ist allen gleichermaßen bewusst. More >





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